Gemeinsame Presseinformation der Bundestierärztekammer e. V., des Bundesverband der beamteten Tierärzte e. V., des Bundesverband Praktizierender Tierärzte e. V., der Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e. V. und der Bundesarbeitsgemeinschaft Fleischhygiene, Tierschutz und Verbraucherschutz

Berlin, 09.09.2019 – Unklar ist, ob die derzeit auf dem Markt angebotenen Geräte für tierschutzkonforme Betäubung geeignet sind, da keine Bauartzulassung mit Funktionsprüfung erfolgt. Tierärztliche Verbände fordern deshalb eine entsprechende Zulassungspflicht.

Das Thema Elektrobetäubung von Schweinen im Rahmen der Schlachtung führt regelmäßig zu Schlagzeilen. Nicht nur von Journalisten, sondern auch bei wissenschaftlichen Untersuchungen und amtlichen Kontrollen werden dabei inakzeptabel hohe Quoten an schlecht betäubten Schweinen festgestellt. Bis Ende 2019 müssen etliche Schlachtbetriebe aufgrund einer EU-Verordnung neue elektrische Betäubungsgeräte und -anlagen anschaffen oder Altgeräte umrüsten. Allerdings gibt es keine Zulassungspflicht, bei der die angebotenen Geräte auf ihre grundlegende Eignung für tierschutzkonforme Betäubung in der praktischen Anwendung geprüft werden.

Deshalb fordern die Bundestierärztekammer (BTK), der Bundesverband der beamteten Tierärzte (BbT), der Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt), die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) und die Bundesarbeitsgemeinschaft Fleischhygiene, Tierschutz und Verbraucherschutz, dass das für Tierschutz zuständige Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft eine Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte auf den Weg bringt. Bis dahin sollte übergangsweise ein freiwilliges Prüfverfahren für Elektrobetäubungsgeräte durch ein unabhängiges Bundesinstitut angeboten werden.

Pressemitteilung zum 38. Internationalen Veterinärkongress am 6.-7. Mai 2019
Bad Staffelstein, 05 Mai 2019

Bundesverband der beamteten Tierärzte fordert Rechtssicherheit im Tierschutz

Der Präsident des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte (BbT), Dr. Holger Vogel, fordert von den politisch Verantwortlichen die Herstellung der Rechtssicherheit im Tierschutz. „Es kann nicht sein, dass Amtstierärztinnen und Amtstierärzte im wahrsten Sinne den Kopf dafür hinhalten müssen, wenn keine Einigung über tierschutzpolitische Ziele zustande kommt,“ so Vogel. Gerade in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltungen sind viele Fragen zu lange offen geblieben, wie z. B. diejenige nach den Haltungsvoraussetzungen für Zuchtsauen. Hier zeichne sich zwar jetzt durch eine Anpassung der einschlägigen Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung endlich eine Lösung ab, aber dennoch fühlen sich Amtstierärztinnen und Amtstierärzte als Spielball gegensätzlicher Interessen von Tierhaltern und Tierschützern bzw. Gegnern der Nutztierhaltung in der praktizierten Form. „Am besten kann man das am Beispiel der Tiertransporte in Drittländer verdeutlichen“, sagt Vogel. Unabhängig davon, wie man zu solchen Tiertransporten stehe, dürften die Unterzeichner der erforderlichen Dokumente nicht Gefahr laufen, wegen der bestehenden

Anlässlich der Sitzung des erweiterten Vorstandes des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte e. V. am 30. September 2018 in Bagnoles de l´Orne war die Wahl des Vorstandes für die nächste vierjährige Amtszeit ab 1. Januar 2019 durchzuführen. Die diesjährige Studienreise führte den erweiterten Vorstand dieses Jahr nach Frankreich in die Normandie und nach Paris. Dort stellte sich der bisherige Vorstand erneut zur Wahl und wurde vom Gremium mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt. Die Geschäftsverteilung wurde beibehalten.
Präsident: Dr. Holger Vogel, 1. Vizepräsident und Ressortverantwortlicher Lebensmittelhygiene, Geschäftsführer: DVM Toby Pintscher, 2. Vizepräsident und Ressortverantwortlicher Tierseuchen, Arzneimittel, Tierische Nebenprodukte: Dr. Arno Piontkowski, Vizepräsidentin und Ressortverantwortliche europäische und Internationale Angelegenheiten: Dr. Cornelia Rossi-Broy, Vizepräsidentin und Ressortverantwortliche Tierschutz: Dr. Christine Bothmann, Vizepräsident und Kassenführer sowie Ressortverantwortlicher Internet: Dr. Christian Cegla.

Christine Bothmann, Christian Cegla, Holger Vogel, Toby Pintscher, Cornelia Rossi-Broy. Arno Piontkowski
Christine Bothmann, Christian Cegla, Holger Vogel, Toby Pintscher, Cornelia Rossi-Broy. Arno Piontkowski

Der Vorstand hat sich zum Ziel gesetzt, den amtstierärztlichen Dienst fit zu machen für die Herausforderungen des kommenden Jahrzehnts. Konkret ist die weitere Digitalisierung und Vernetzung der relevanten Daten von der Bundesregierung einzufordern, um mit dem vorhandenen Personal zielgerichteter und effektiver die Überwachung durchführen zu können. Parallel wird das Personalbedarfsprojekt mit bundesweiter Datenerhebung fortgesetzt.
Neben den Angeboten der Länder und des Bundes wird der Bundesverband zu aktuellen Themen Kongresse und Fachseminare anbieten, um die fachlichen und sozialen Kompetenzen der amtlichen Tierärzte bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.

Pressemitteilung zum 37. Internationalen Veterinärkongress am 23./24. April 2018


Bad Staffelstein, 23. April 2018 

Afrikanische Schweinepest: Bundesverband der beamteten Tierärzte fordert eindeutiges Bekenntnis der Agrarministerkonferenz zu erweiterten veterinärrechtlichen Eingriffsmöglichkeiten

Der Präsident des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte (BbT), Holger Vogel, fordert noch vor der parlamentarischen Sommerpause rechtliche Nachbesserungen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Ein klares Bekenntnis der Agrarministerkonferenz dazu auf der Sitzung in der nächsten Woche wäre ein wichtiger Schritt, um dieses Ziel zu erreichen. „Die ASP wird die zuständigen Behörden vor bisher in der Seuchenbekämpfung nicht gekannte Probleme stellen“, so Vogel. Dies gelte insbesondere bei einem Ausbruch bei Wildschweinen, die für die Seuche genauso empfänglich sind wie Hausschweine. „Unser Tiergesundheitsrecht ist zu sehr auf die Seuchenbekämpfung bei Haustieren zugeschnitten“, betont Vogel. Bei der Wildschweinepest müsse man ähnlich rigide Maßnahmen anordnen können wie in Tschechien. Dort habe man eine sog.

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