Aktuelle Informationen:

  • 2020-04-05 Schreiben des Präsidenten des BbT zur Coronakrise und zur Durchführung von Veterinärpraktika in den Ämtern Link >>>
  • 2020-08-28 Stellungnahme zur Neufassung derv AVV-Rüb durch BbT, BVLK und foodwatch Link >>> 
  • 2020-10-07 Pressemeldung des BbT zu Tiertransporten von Nutztieren in Drittländer Link >>>
  • Stellenausschreibungen Link >>>

Anmeldung zu den AHL-Seminaren des BbT 

 
 
 
 
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Der Umbau der Tierhaltung hat seit der Veröffentlichung der Machbarkeitsstudie zu den Empfehlungen des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung an Fahrt aufgenommen und wird als nationale Aufgabe gesehen. Die geforderten Haltungskonzepte stehen den bisherigen größtenteils diametral entgegen. Der Schwerpunkt soll künftig weniger auf möglichst sparsamer Arbeitserledigung, sondern mehr auf Tierwohl liegen. Nicht die Tiere sollen sich an die Haltungsverfahren anpassen, sondern umgekehrt. Dieser Wandel in den Betrachtungen der Tierhaltung verringert deutlich die Absatzchancen deutscher Produkte auf dem Weltmarkt, der aber aufgrund der hohen Produktionskosten in Deutschland auf mittlere und lange Sicht ohnehin in den Hintergrund gerät.

Autor*in:
R. Wiedmann
ehemals Bildungs- und Wissenszentrum Boxberg (Landesanstalt für Schweinezucht)
Hasenbühlsteige 25
72070 Tübingen

 

Tierfortnahmen im häuslichen Umfeld

In diesem Fallbericht zur Fortnahme eines Hundes aus einer gesundheitsgefährdenden Haltungssituation soll es vordergründig nicht um die fachlichen Fragestellungen zum Ablauf und zur Verbescheidung der tierschutzrechtlich gebotenen Maßnahmen gehen. Amtstierärzte sind weder Sozialarbeiter, Pädagogen noch Psychologen – als Garanten des Tierschutzes gilt das Hauptaugenmerk dem Tierwohl. Jeder Mitarbeiter eines Veterinäramtes kennt jedoch zwischenmenschlich schwierige und belastende Kontrollsituationen. Die soziale Kompetenz des Kontrollpersonals wird zunehmend zu einer Schlüsselkompetenz der täglichen Aufgabenwahrnehmung. Das Führen von Konflikt- und Krisengesprächen stellt in der heutigen Zeit eine elementare Herausforderung für den amtstierärztlichen Dienst und eine nicht zu unterschätzende psychische Belastung der betroffenen Mitarbeiter dar. Es stellt sich die Frage, ob analog anderer Organisationsstrukturen auch im amtstierärztlichen Dienst verstärkt Supervisionen zur Aufarbeitung belastender Erlebnisse angeboten werden sollten.

Autor*in:
J. Lewitzki
Landratsamt Weilheim-Schongau
Veterinäramt / Amt für Verbraucherschutz
Stainhartstraße 7
82362 Weilheim

Im Rahmen einer behördlichen Tierschutzkontrolle wurde bei einem Tierhalterpaar ein Fall von Animal Hoarding festgestellt. Trotz der anfänglichen Verweigerung der Überprüfung, konnte diese mittels richterlichem Durchsuchungsbeschluss durchgesetzt werden. Es wurden über 70 Tiere aus insgesamt 15 Haustier-, Nutzier- und Wildtierarten gehalten. Insbesondere die hygienischen und räumlichen Verhältnisse waren teilweise sehr schlecht. Gegenüber den Tierhaltern wurde ein Wildtierhaltungs- und Betreuungsverbot verhängt und eine Bestandsreduktion unter Auflagen angeordnet. Es wurden zudem Bußgeldverfahren in erheblicher Höhe und ein Strafverfahren eingeleitet.

Autor*in:         
A. Stöckle
Landratsamt Heidenheim
Veterinärwesen und Verbraucherschutz      
Felsenstraße 36        
89518 Heidenheim

Im Beitrag wird die Umsetzung des risikobasierten Ansatzes bei Kontrollen in den Fachbereichen Lebensmittel und Tierschutz verglichen. Während im Lebensmittelbereich über ein einheitliches Scoringsystem und die Einstufung in verschiedene Risikoklassen eine Kontrollhäufigkeit für jeden Betrieb festgelegt wird, erfolgt die Einstufung im Tierschutzbereich nicht flächendeckend einheitlich. Eine systematische Risikoeinstufung mit daran gebundener Kontrollhäufigkeit fehlt.

Autor*in:         
M. Peer
Veterinäramt und Lebensmittelüberwachung Hohenlohekreis
Schloßstraße 3
74635 Kupferzell

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