Anmeldung zum 39. Veterinärkongresses 2022 und zum Anschlussseminar 2022 sowie
Anmeldung zu den AHL-Seminaren des BbT

Stellenausschreibungen
Umfrage der BTK zur Situation in der Schlachttier- und Fleischuntersuchung
Leitlinie zum Schlachthofpraktikum nach § 55 Abs. 2 und 3 TAPPV

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Zur Prävalenz und Epidemiologie multiresistenter Krankheitserreger in der Kette der Frischfleischgewinnung

Die Verbreitung von multiresistenten bakteriellen Erregern (MRE) stellt weltweit eine zunehmende Bedrohung für die Gesundheit und das Wohlbefinden von Mensch und Tier dar. In der Kette der Frischfleischproduktion wurde die Prävalenz von vier MRE untersucht, und zwar von Extended-Spektrum-Beta-Laktamase (ESBL)- und Carbapenemaseproduzierenden (CPE) sowie Colistin-resistenten Enterobacte-rales (Col-E) und Vancomycin-resistenten Enterokokken (VRE). Die in den Jahren 2018 und 2019 entnommenen Proben stammten aus Schlachtbetrieben und aus weiteren Stufen der Fleischverarbeitung bis hin zum Einzelhandel in Ostwestfalen-Lippe. Zudem wurden Wasserproben sowie Abwasser, Klärschlamm und Bodenmaterial untersucht.

Autor*innen:   
S. Klees, N. Effelsberg, B. Stührenberg, B. Beneke, G.Näther, L. Schaal, A. Mellmann, S. Schwarz, R. Köck
c/o S. Klees
Chemisches- und Veterinäruntersuchungsamt Ostwestfalen-Lippe (CVUA-OWL)
Westerfeldstr. 1    
32758 Detmold

Ein Fall aus der Praxis

Ein Imker bewarb sich selbst als „Wanderimker, der seine ca. 1.000 Völker im Jahreskreislauf von Bayern nach Sardinien wandert“. Er verkaufte alle seine Produkte als „aus eigener Ernte“. Weiter stellte sich heraus, dass er insgesamt mind. 19.204,50 kg Honig zukaufte, wovon mind. 16.379,50 kg aus dem EU- und Nicht- EU-Ausland (Rumänien, Spanien, Italien, Ukraine, Ungarn) und 2.850 kg aus Deutschland stammten. Nahezu alle vorgefundenen Etiketten wiesen die von ihm in den Verkehr gebrachten Honige als „aus eigener Ernte“, entweder aus Sardinien oder aus dem Allgäu aus.

Autor*in:         
M.-L. Wieser
Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
Veterinärstraße 2
85764 Oberschleißheim

 

 

In diesem Fallbericht wird das Vorgehen in einem Angus Rinderbetrieb beschrieben, in dem eine schwere Schwermetallintoxikation über kontaminierte Silage aufgetreten ist. Die Vergiftung betraf die gesamte Herde, wobei die Hälfte des Bestandes verstarb oder aufgrund hochgradiger Symptome euthanasiert werden musste.

Autor*in:         
N. Brüssow
Veterinärdienst / Veterinärangelegenheiten
Hoher Weg 1 - 3
59494 Soest

 

Die Verordnung (EU) 2016/429 (Tiergesundheitsrechtsakt der EU / AHL) regelt die Prävention und Bekämpfung von gelisteten und neu auftretenden Tierseuchen bei Landtieren, Wassertieren und sonstigen Tieren. Wassertiere umfassen laut Definition im AHL Fische, wasserbewohnende Weichtiere und wasserbewohnende Krebstiere in allen Entwicklungsstadien. Die Anwendung der Vorschriften hierzulande ist für die Aquakulturwirtschaft, für die zuständigen Behörden und für Tierarztpraxen bzw. Gesundheitsdienste mit großen Herausforderungen verbunden, insbesondere aufgrund der tendenziell kleinbetrieblich geprägten Struktur der Aquakultur in Deutschland und der geänderten Anforderungen in Verbindung mit Wassertierseuchen der Kategorien C und E.

Autor*in:         
D. W. Kleingeld
Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit         
Task-Force Veterinärwesen            
Standort Hannover    
30173 Hannover

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