Aktuelle Informationen:

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  • 2020-08-28 Stellungnahme zur Neufassung derv AVV-Rüb durch BbT, BVLK und foodwatch Link >>> 
  • 2020-10-07 Pressemeldung des BbT zu Tiertransporten von Nutztieren in Drittländer Link >>>
  • Stellenausschreibungen Link >>>

Online-Präsenz-Seminar zum Animal-Health-Law und dem nationalen Tiergesundheitsrecht
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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser, 

der 27. Deutsche Tierärztetag in Bamberg ist nunmehr Vergangenheit. Weichen wurden personal-und berufspolitisch gestellt. Ein neues Präsidium ist gewählt. 

Neuer Präsident der Bundestierärztekammer wurde erwartungsgemäß der praktizierende Tierarzt Dr. Uwe Tiedemann aus Lüneburg, bisher 1. Vizepräsident der BTK und Kammerpräsident der Landestierärztekammer Niedersachsen. 

Zur 1. Vizepräsidentin wurde Dr. Iris Fuchs aus Bayern und zum 2. Vizepräsidenten wurde Dr. Martin Hartmann aus Baden Württemberg gewählt. Beide sind im amtstierärztlichem Dienst und mit langjährigem berufspolitischen Engagement tätig. Dr. Conny Rossi-Broy vertritt auch weiterhin das Ressort Internationale Angelegenheiten bei der BTK. Die Ressortverantwortlichen für praktische Berufsausübung und öffentliches Veterinärwesen sind Dres. Moder und Vogel. 

Insgesamt ist unser Verband innerhalb der deutschen Tierärzteschaft gut vertreten. 

Die Dienstleistungsrichtlinie der EU, die von bestimmten Seiten favorisierte Abkopplung unseres Berufsstandes von den medizinischen Berufen, die Änderung der Überwachungsverordnung 882 / 2004 und das damit verbundene Ende der VO 854 / 2004, mit welchem das Aus für die amtlichen Tierärzte in der Schlachttierund Fleischuntersuchung verbunden sein könnte, sind Aufgabenfelder, denen sich die neue BTK-Spitze u. a. stellen muss. 

Ein Auftrag des 26. Deutschen Tierärztetages 2012 in Bremen wurde mit der Verabschiedung des Ethik-Kodex auf dem 27. Deutschen Tierärztetag 2015 in Bamberg erfüllt. 

Es wurde hart um die Inhalte und Formulierungen des Kodex gerungen – wodurch die Aktualität der Thematik sich nochmals bestätigte und den Delegierten ein Stellung beziehen abverlangt wurde. 

Neben dem Ethik-Kodex der Deutschen Tierärzteschaft ist, quasi als lex spezialis, die Lektüre der „Ethik in der amtstierärztlichen Praxis – Ein Wegweiser“ des Messerli Forschungsinstituts Wien unbedingt zu empfehlen. Führt dieser Wegweiser uns doch hin zum besseren Erkennen der eigenen Situation, nämlich den Schwierigkeiten der AmtstierärztInnen in der täglichen Arbeit in den Spannungsfeldern unseres Berufes. 

Sich verändernde Mensch-Tier-Beziehungen, welche sowohl durch Verdinglichung der Nutztiere als auch durch die Vermenschlichung der Begleittiere eine Ausprägung fi nden, wirken sich zunehmend psychisch belastend in der amtstierärztlichen Arbeit aus. Wir müssen erkennen lernen, dass die Bearbeitung konträrer Auffassungen Teil unserer Aufgabe ist und es immer ein Abwägungsprozess mit Für und Wider bleibt. An der Entstehung und dem Fortbestand der Konfl ikte in unserer Gesellschaft ist nicht unser persönliches oder berufl iches Unvermögen schuld – so wie der Therapeut nicht schuld an der Erkrankung des Patienten ist. 

Dem Projektteam des Messerli Forschungsinstituts (Veterinärmedizinische Fakultät Wien, Medizinische Universität Wien und Universität Wien), Abteilung Ethik der MenschTierbeziehung sei von dieser Stelle aus ganz herzlich gedankt. Dieses Buch kommt zur rechten Zeit! Es zeigt einmal mehr die Notwendigkeit, den Gedankenaustausch in der Kollegenschaft intensiv zu pfl egen. 

Herzlichst Ihr Dr. Holger Vogel 
Präsident Bundesverband der beamteten Tierärzte e.V. 
Vereinigung der Tierärztinnen und Tierärzte im öffentlichen Dienst

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