Ankündigung des 39. Veterinärkongresses und des Anschlussseminars 2022 sowie ​Anmeldung zu den AHL-Seminaren des BbT

Stellenausschreibungen

Umfrage der BTK zur Situation in der Schlachttier- und Fleischuntersuchung

Leitlinie zum Schlachthofpraktikum nach § 55 Abs. 2 und 3 TAPPV

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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EDITORIAL 

Liebe Leserinnen und Leser, das Jahr 2016 gibt inzwischen den Zeittakt vor. 

Termine sind vorzubereiten und wahrzunehmen. Vorzumerkende Fortbildungstermine für die Tierärztinnen und Tierärzte im öffentlichen Dienst sind der 35. Internationale Veterinärkongress in Bad Staffelstein mit Anschlussseminar „Risikoarbeitsplatz Veterinäramt – eine tägliche Bedrohung für Job und Gesundheit“, das in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Veterinary Public Health der Universität Leipzig organisierte Seminar zu Tierischen Nebenprodukten „Warenströme und Technologien, Herausforderungen für die Überwachungsbehörden“ am 8. Juni 2016 in Leipzig sowie die gemeinsam mit der TVT in Vorbereitung befindliche Fortbildung zu Tiertransporten am 13. Oktober 2016 in Fulda. 

Neu in diesem Jahr ist die Umsetzung der Erkenntnis, dass die tierärztlichen Verbände BpT und BbT sowie die BTK enger zusammenarbeiten werden. Damit wird der Berufsstand der Tierärztinnen und Tierärzte öffentlich einprägsamer vertreten. Die ersten gemeinsamen Sitzungen der Präsidien in den neu gewählten Zusammensetzungen mit Positionsbestimmungen zu aktuellen Themen wie der 16. AMG-Novelle, der Dienstleistungsrichtlinie, der GOT und den Gesundheitsberufen stimmen erwartungsvoll. 
Beachtenswert ist die Positionierung der TVT in Bezug auf ihren bisherigen Arbeitskreis 9 (Tierschutzethik). Sie zeigt damit nach 30 Jahren des Bestehens Führungskraft und das Bekenntnis zu Seriosität und der der TVT eigenen Wissenschaftlichkeit. Tierschutz ist von wissenschaftlich ausgebildeten Personen in erster Linie mit Verstand denn Emotion zu betreiben, obgleich das Verhältnis zum Tier heute von hoher Emotionalität geprägt ist. 
Herr Prof. Kunzmann, Hannover, bringt mit seinen Äußerungen „Das Thema Tier unterliegt einem kolossalen Wandel in der Gesellschaft“ und „Die Gesellschaft akzeptiert Tierschutzvergehen nicht.“ die Erwartungen an unseren Berufsstand auf den Punkt. Tierschutz jedoch setzt die Nutzung von Tieren voraus. Das „Wie“ der Haltung aber steht wie nie zuvor in der Kritik der Gesellschaft. 
Alle Akteure (auch wir) sind gefragt, ob sie (wir) Teil des Problems oder Teil der Lösung sein wollen! Wege werden gesucht, um gesellschaftliche Akzeptanz wieder zu erlangen. Im Falle der Schweinehaltung ist mit der Schlachtung von 59 Millionen Schweinen in 2015 ein vorläufiger Höchststand erreicht worden. 
Auch die FN sieht im Lichte der jüngsten Ereignisse die Notwendigkeit eines Abgleichs zwischen theoretischem Anspruch und aktueller Wirklichkeit in puncto Tierschutz beim Halten von Pferden, Reiten und Fahren. Aktuell läuft eine online-Umfrage zur Pferdegerechtheit von Ausbildung, Sport und Haltung. 
Den Tierärzten im öffentlichen Dienst stellt sich die Frage der künftigen Aufstellung und Organisation der Veterinärverwaltung, um den Entwicklungen der heutigen Zeit gerecht zu werden. Wichtig wird es sein, neben der Strukturierung der Behörden auch inhaltlich vorauszudenken. 
Ob die Tiergesundheitsverordnung der Europäischen Union inhaltlich diese Erwartungen erfüllen kann, bleibt abzuwarten. Ihre Veröffentlichung wird im April 2016 und ihr Geltungsbeginn 2021 erwartet. 
Im Freistaat Bayern ist mit dem Gutachten des Bayerischen Obersten Rechnungshofes im Gefolge der Bayern-Ei Problematik eine beachtliche Analyse des Istzustandes der Veterinärverwaltung erstellt worden. Eine Diagnose liegt vor! Jetzt geht es um die Therapie! Die aufgezeigten wunden Punkte waren dem Verband nicht unbekannt. Aber was gilt schon der Prophet im eigenen Land!  

Herzlichst Ihr 

Dr. Holger Vogel

Präsident Bundesverband der beamteten Tierärzte e.V. 
Vereinigung der Tierärztinnen und Tierärzte im öffentlichen Dienst 

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