Die Risikoorientierung bei der Planung und Durchführung amtlicher Kontrollen in den Bereichen Lebensmitttel- und Futtermittelsicherheit sowie Tiergesundheit ist sowohl in internationalen Handelsverträgen als auch im supranationalen Recht fest verankert. Über die rein veterinärfachlichen und -rechtlichen Aspekte hinaus erhält in diesem Rahmen jedoch auch die Risikoabschätzung und das Risikomanagement immer größere Bedeutung dahingehend, wie das behördliche Handeln in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird und welche möglichen Folgen in Hinblick auf das Vertrauen in staatliche Kontrollmechanismen entstehen könnten.

Autoren:
J. Marx, C. H. Lehner
c/o J. Marx
Landratsamt München
Mariahilfplatz 17
81541 München

Eine Rindererkrankung im Vormarsch

Aufgrund des aktuellen Ausbreitungsgeschehens der Lumpy Skin Disease der Rinder werden in dem Artikel die wichtigsten Eckdaten zu dieser anzeigepflichtigen Tierseuche zusammen-fassend dargestellt.

D. Hoffmann, F. J. Conraths, M. Beer, B. Hoffmann
c/o B. Hoffmann
Friedrich-Loeffler-Institut
Südufer 10
17493 Greifswald - Insel Riems

 

Ein Erfahrungsbericht

Nach der erfolgreichen Tilgung der Tollwut in Mitteleuropa hat die Populationsdichte der Rotfüchse erheblich zugenommen. Gleichzeitig konnte eine Zunahme der Prävalenz des Kleinen Fuchsbandwurms (Echinococcus multilocularis) beobachtet werden. Dadurch werden mittlerweile mehr infektiöse Eier dieses Parasiten in die Umwelt abgegeben, die beim Menschen zu einer schwer zu therpierenden Infektion führen können. Das Infektionsrisiko für den Menschen ist dadurch mittlerweile um ein Vielfaches höher als noch vor einigen Jahrzehnten. Ziel der hier beschriebenen Feldversuche war die Senkung des Infektionsrisikos durch die Entwurmung der Füchse mit Hilfe von praziquantelhaltigen Fraßködern. Während die reine Auslage der Fraßköder mit Hilfe von Flugzeugen keine zufriedenstellenden Erfolge brachte, konnte beim letzten Feldversuch durch ein integriertes Auslagekonzept die Prävalenz des Kleinen Fuchsbandwurms unter die Nachweisgrenze gedrückt und somit das Infektionsrisiko für Menschen beseitigt werden.

Autoren:
E. Holzhofer, Ch. Janko, A. König
c/o E. Holzhofer
Flugservice
Unterschüpfer Str. 9
97944 Boxberg

Handlungsbedarf und -optionen im Umgang mit der Asiatischen Tigermücke

Begünstigt durch Globalisierung und Klimaerwärmung kam es in der jüngeren Vergangenheit verstärkt zur Einschleppung, Etablierung und Ausbreitung mehrerer exotischer Stechmücken-Arten in Europa (Schaffner et al. 2013): Aedes Albopictus (Asiatische Tigermücke), Aedes aegypti (Gelbfiebermücke), Aedes japonicus (Asiatische Buschmücke), Aedes koreicus, Aedes atropalpus und Aedes triseriatus. Da einige von ihnen als effiziente Überträger (Vektoren) von Krankheitserregern von Mensch und Tier gelten, wird ihr geografisches Vorkommen u. a. von der Weltgesundheits-organisation WHO (World Health Organization) und der Europäischen Gesundheitsbehörde ECDC (European Centre for Disease Prevention an Control) genau beobachtet (vgl. van der Berg 2013, Zeller et al. 2013).

Kontaktanschrift:
Nationale Expertenkommission
"Stechmücken als Überträger von Krankheitserregern"
am Friedrich-Loeffler-Institut
Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit
Südufer 10
17493 Greifswald - Insel Riems

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