Aktuelle Informationen:

  • Schreiben des Präsidenten des BbT zur Coronakrise und zur Durchführung von Veterinärpraktika in den Ämtern vom 05. April 2020 Link >>>
  • Absage des BbT-Kongresses und Anschlussseminars 2020 in Folge der Coronakrise vom 12. März 2020 Link >>>
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von Oliver Klein, Datum: 08.07.2020 18:00 Uhr (Quelle ZDF: https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/schweinezucht-toennies-tierschutz-100.html)

Große Schlachthöfe mussten wegen Corona-Ausbrüchen schließen. Masttieren geht es nun noch schlechter als eh schon. Im Extremfall müssen gesunde Tiere getötet und entsorgt werden.

Bis zu 30.000 Schweine werden normalerweise täglich bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück geschlachtet. Doch seit dem Corona-Ausbruch in der Fleischfabrik stehen die Bänder still. Das stellt die zuliefernden Schweinezüchter vor Platzprobleme.

Die Situation ist verfahren. Gleich zwei große Schlachthöfe mussten wegen Corona-Ausbrüchen dicht machen: Der Tönnies-Schlachthof im nordrhein-westfälischen Rheda-Wiedenbrück und auch der Putenschlachtbetrieb Geestland in Wildeshausen in Niedersachsen. Die Schließung bringt die streng durchgetakteten Lieferketten der Branche durcheinander.

 

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

Gegenwärtig sehen wir uns unter veränderten Rahmenbedingungen in der Pflicht, die Aufgaben in der Tierseuchenbekämpfung, der Lebensmittelhygiene und auch des Tierschutzes zu erfüllen. Diese Aufgaben sind durch die notwendige Fokussierung der Gesellschaft auf die Überwindung der Coronavirus-Pandemie etwas weniger in medialer Aufmerksamkeit.
Gravierende Lücken in der Lebensmittelsicherheit durch zurückgefahrene Überwachung, um etwa eine „Bürokratieentlastung“ der Produktionsbetriebe herbeizuführen, können zu schwerwiegenden Auswirkungen führen. Das dauerhafte Vertrauen in die Sicherheit der Lebensmittel muss gerade in der jetzigen Situation gewährleistet sein. Gleiches gilt für die Schlachttier- und Fleischuntersuchung und die Aufrechterhaltung des Tierhandels. Die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln ist eben kein Selbstlauf! Geschichtlich ist dies nicht mehr jedem präsent. Wie sollte es auch, bei der beliebigen Verfügbarkeit von Lebensmitteln.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren,

die aktuelle Situation zwingt uns unter Berücksichtigung Ihres Wohlbefindens und im Hinblick auf die rechtliche Situation zu weitreichenden Maßnahmen und zur Absage unserer beiden Veranstaltungen - den 39. Int. Veterinärkongress vom 19. bis zum 21.04.2020 und das zugehörige Anschlussseminar vom 21. bis zum 22.04.2020 in Bad Staffelstein. 

Die von Ihnen schon überwiesenen Teilnahmegebühren wurden (Stand 24.03.2020) zurück überwiesen.

Mit freundlichem Gruß
Dr. Holger Vogel
Präsident des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte e.V
Vereinigung der Tierärztinnen und Tierärzte im Öffentlichen Dienstes

Mail des Präsidenten des BbT, Herrn Dr. Holger Vogel, vom 19. März an Herrn CVO Dr. Rassow zur Systemrelevanz des Öffentlichen Veterinärwesens: 

Eine Einstufung als „systemrelevante Tätigkeit“ bedeutet allgemein, dass die Angehörigen dieser Berufe bei Krisenlagen im Falle von Ausgangsbeschränkungen, Ausgangssperren oder auch eines Shutdown ihren Arbeitsplatz erreichen bzw. ihr IT-System nutzen können müssen. Auch der Anspruch auf einen Notbetreuungsplatz für Kinder bei Kita und Schulschließungen ist mit dieser Einstufung verbunden.
Die Tätigkeiten des Öffentlichen Veterinärwesens sind unverzichtbar für das Funktionieren des Gemeinwesens. In Zeiten besonderer Krisenlagen wie der derzeitigen Corona - Pandemielage, ist es daher dringend erforderlich, dass die Aufgaben in den Tätigkeitsfeldern Lebensmittelüberwachung, Tiergesundheitsvorsorge und Tierseuchenbekämpfung sowie Tierschutz ungehindert wahrgenommen werden können.

Was bedeutet „Systemrelevanz“ für den amtstierärztlichen Dienst?

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