Amtstierärztlicher Dienst und Lebensmittelkontrolle - EDITORIAL 1 / 2022
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"Tierschutz und Lebensmittelsicherheit am Schlachthof 
Was muss sich ändern?"

 
 
 
 
 
 
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2014 Seminar Aktuelle Entwicklung der risikoorientierten Fleischuntersuchung

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Seminar "Aktuelle Entwicklung der risikoorientierten Fleischuntersuchung"

Mittwoch, 18. Juni 2014

Veranstalter:

  • Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
  • Bundesverband der beamteten Tierärzte e.V. (BbT)

Ein wissenschaftliches Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) aus dem Jahr 2011 rät, das bisher bei der Routineschlachtung von Schweinen übliche Durchtasten und Anschneiden zu unterlassen. Das Gutachten führt aus, dass das Risiko einer mikrobiologischen Kreuzkontamination höher ist als das Risiko pathologischer Zustände, die mit diesen Techniken erkannt werden könnten. Diese manuellen Techniken sollten dem nach auf die Fleischuntersuchung verdächtiger Schweine begrenzt werden. Das EFSA-Gutachten nimmt außerdem auf Endokarditis-Erreger bei Schweinen Bezug und stellt eine Unbedenklichkeit für den Menschen fest: Das routinemäßige Anschneiden des Herzens wird für nicht erforderlich gehalten. 

Die EU-Kommission hat inzwischen die einschlägigen Verordnungen (EU) 216/2014 bis 219/2014 verabschiedet. Damit wird der ursprünglich von Robert von Ostertag, dem »Vater der Fleischbeschau«, ausgearbeitete Untersuchungsgang den aktuellen Risiken und den sich ändernden Wirtschaftsstrukturen angepasst. Dieser Paradigmenwechsel der amtlichen Überwachung stellt hohe Anforderungen an alle Beteiligten der Lebensmittelkette. Eines der zu lösenden Kernprobleme wird das Management der sogenannten »relevanten Daten« sein. Das ist jedoch, wie im EFSA-Gutachten angeführt, Voraussetzung für den möglichen Wegfall der Palpation und Inzision. Bislang ist dafür ein funktionierendes System nur in integrierten Produktionssystemen vorhanden. In den Vorträgen werden neben den wissenschaftlichen Grundlagen Lösungsansätze zur Umsetzung der neuen Anforderungen aufgezeigt. Teils werden sie bereits erfolgreich eingesetzt, teils sind es Lösungsansätze, die eine praktische Prüfung noch bestehen müssen. 

Vorträge:

  1. Neuordnung der amtlichen Fleischuntersuchung bei Schweinefleisch, die meist verbreiteten Irrtümer aus der Sicht des BMEL, Dr. Hartwig Kobelt, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) 
  2. Zukunft der an der Lebensmittelketteninformation orientierten Schlachttier- und Fleischuntersuchung, Dr. Lüppo Ellerbroek, Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
  3. Handlungsempfehlungen der AFFL an den amtlichen Tierarzt Schlachttier- und Fleischuntersuchung bei Schweinen ab Juni 2014, Dr. Karin Schindler, Arbeitsgruppe »Fleisch- und Geflügelfleischhygiene und fachspezifische Fragen bei Lebensmitteln tierischer Herkunft« (AFFL) der Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz (LAV)
  4. Multiserologische Untersuchungsmöglichkeiten bei der risikoorientierten Fleischuntersuchung, Jun.-Prof. Dr. Diana Meemken, TiHo
  5. Gebührenkalkulation unter dem Aspekt der visuellen Fleischuntersuchung beim Schwein, Dr. Karl-Wilhelm Paschertz, Fachgruppe Fleisch des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte (BbT), Landkreis Cloppenburg
  6. Tiergesundheitliche Voraussetzung und Datenmanagement, Jörg Altemeier, Fa. Tönnies
  7. Umsetzung der Reduzierung der Trichinenuntersuchungen beim Hausschwein, Kontrollierte Haltungsbedingungen nach Änderung des EU-Fleischhygienerechts 2014, Dr. Edwin Ernst, Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR), Baden-Württemberg
  8. Umsetzung der risikoorientierten Fleischuntersuchung in KleinbetrieUmsetzung der risikoorientierten Fleischuntersuchung in der Fa. Westfleisch seit 2006 – unter besonderer Berücksichtigung des Datenflusses, Dr. Dieter Meermeier, Fachgruppe Fleisch des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte (BbT)
 
 
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