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Amtstierärztlicher Dienst und Lebensmittelkontrolle - EDITORIALS 1/2021

Liebe Leserinnen und Leser,

das Zitat (Helmuth von Moltke, 1800 – 1891, preußischer Militär­stratege) „Getrennt marschieren, vereint kämpfen“ passt auch auf die notwendige Zusammenarbeit der Berufs­ verbände der praktizierenden- und der Amtstierärzte. Jede B­erufsgruppe bedarf spezieller Expertisen – darf aber die Schnittstellen nicht aus den Augen verlieren!

Um im Bereich der Bewertung von tierschutzrelevanten Befunden zu gleichen Einschätzungen zu gelangen. haben sich die Verbände bpt und BbT darauf verständigt, relevante Beiträge sowohl in der Zeitschrift „Der praktische Tierarzt“ als auch im „Amtstierärztlichen Dienst“ zu veröffentlichen. Der Informationsaustausch wird mit einem Beitrag zu Kachexie beim Schwein in diesem Heft beginnen.

Derzeit befindet sich das Tierarzneimittelgesetz in einer antepartalen Phase. Das be­deutet: Alles ist angelegt, nichts lässt sich mehr so ohne Weiteres ändern. Lageberichtigungen und Fehlstellungen können bei Kunstfertigkeit allerdings noch in Geburt berichtigt werden…
Das Ende der Legislaturperiode wirft Schatten, es wird zur eiligen Geburt gedrängt…

Weiterlesen.....

 

Die Kennzeichnungspflichten für Equiden wurden dem Stand der Wissenschaft und dem Gebot des Tierschutzes entsprechend in Rechtsvorschriften umgesetzt. Daraus resultiert unter dem Aspekt der Lebensmittelsicherheit, dass in jedem Schlachttierkörper der subkutan im Halsbereich implantierte Mikrochip / Transponder sicher entfernt wird.
Gemäß Verordnung (EG) Nr. 853/2004 haben die Lebensmittelunternehmer sicherzustellen, dass ihrer Verantwortung unterfallende Erzeugnisse tierischen Ursprungs keine physikalischen Gefahrenquellen, wie Fremdkörper, enthalten.

Insoweit haben sie dafür Sorge zu tragen, dass in Schlachtkörpern geschlachteter Pferde enthaltene Mikrochips/Transponder vor der amtlichen Fleischuntersuchung zuverlässig entfernt werden. Um dies zu gewährleisten, haben sie entsprechende HACCP-gestützte Verfahren zu implementieren und anzuwenden.
Die zuständigen Behörden, hier die amtlichen Tierärzte und amtlichen Fachassistenten, haben ihrerseits im Rahmen der Schlachttier- und Fleischuntersuchung sowie im Rahmen der Fleischhygieneüberwachung zu überprüfen, ob die Lebensmittelunternehmer dieser
Verantwortung nachkommen. Auf die Verordnung (EG) Nr. 504/2008 wird verwiesen.

Die Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz (LAV), Arbeitsgruppe Fleisch- und Geflügelfleischhygiene und fachspezifische Fragen von Lebensmitteln tierischer Herkunft (AFFL) hat in ihrer 21. Sitzung im Mai 2013 diese Rechtsauslegung bestätigt und einen entsprechenden Beschluss gefasst.

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Kommentare  

#1 Anja Dörrzapf 2013-08-12 15:00
Sehr geehrter Herr Pintscher,

die VO 504/2008 spricht in Art. 11 Abs. 2 Satz 1 von "parenteraler" Implantation des Transponders.
Empfohlen wird eine tiefe Implantation entweder in das Nackenband/Kamm fett oder in die Halsmuskulatur (also i.m.). Nur so ist eine Ortsstabilität des Transponders am ehesten gewährleistet.
Bei Impantation in die Halsmuskulatur besteht jedoch die Gefahr, dass der Transponder in die Lebensmittelket te gelangen könnte - falls er nicht wie vorgegeben mittels Lesegerät lokalisiert und entfernt wird.

Der Transponder darf aber auf keinen Fall subcutan implantiert werden, da die Ortsstabilität dann nicht gewährleistet ist!

Mit freundlichen Grüßen
Anja Dörrzapf
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