ATD 4/2009 – Probenzahlmanagement für Kosmetikbetriebe in Ostwestfalen-Lippe (OWL)

Im Jahr 2007 haben Sachverständige der Überwachungsbehörden und der Untersuchungseinrichtung in Ostwestfalen-Lippe (OWL) gemeinsam ein fachliches Konzept zur risikoorientierten Ermittlung der Probenzahlen im Rahmen der Lebensmittelüberwachung vorgelegt. Kosmetische Mittel waren dabei noch ausgeklammert. Hiermit wird nun ein ergänzendes Konzept mit einer spezifischen Berechnungs-grundlage für den Bereich der kosmetischen Mittel vorgestellt. Zentrale Bestandteile sind die Einteilung der kosmetischen Mittel in drei Risikogruppen sowie ein System mit Kriterien zur Beurteilung des betrieblichen Eigenkontrollsystems. Wie im Lebensmittelkonzept liegt der Planungsschwer-punkt bei den Herstellern und Importeuren. Die Probenzahl/ Jahr für einen bestimmten Betrieb dieser Betriebsarten lässt sich aus der Formel [(Produktrisiko x Produktvielfalt) + Menge/Verkaufs-einheiten] x Eigenkontrollen = Probenzahl ermitteln. Neben dem Gesundheitsschutz berücksichtigt das Konzept auch den Aspekt des Täuschungs-schutzes. Abschließend wird der vorgegebene Probenzahlrahmen, wie er sich aus der AVV RÜb ergibt, kritisch hinterfragt.

 

AutorInnen:

Annette Neuhaus

Kreis Lippe

FG Veterinärangelegenheiten,

Lebensmittelüberwachung

32754 Detmold

 

Juliane Daphi-Weber

Chemisches und

Veterinäruntersuchungsamt Ostwestfalen-Lippe

32717 Detmold

 

Ivo Lücke

Stadt Bielefeld

Gesundheits-, Veterinär- und Lebensmittelüber-wachungsamt

33597 Bielefeld

 

Gunda-Inken Mühl

Kreis Minden-Lübbecke

Veterinär- und

Lebensmittelüberwachungsamt

32282 Minden

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