ATD 3/2008 - Untersuchungen zur Tierschutzrelevanz des Flankengurteinsatzes bei Rodeopferden
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- Zuletzt aktualisiert am Freitag, 23. Oktober 2009 16:42
- Geschrieben von Brigitte Ebert
Das Rodeo als solches sowie die dabei eingesetzten Hilfsmittel werden seit Jahren kontrovers und überwiegend emotional diskutiert. Um einen Beitrag zur Versachlichung zu leisten, wurden Untersuchungen zur Dauer und Stärke des durch den Flankengurt erzeugten Drucks bei den Pferden des in der BRD zugelassenen Rodeobetreibers durchgeführt und in Verbindung mit dem Verhalten der Tiere hinsichtlich der Tierschutzrelevanz bewertet. Beim Flankengurteinsatz wird bei den Tieren offensichtlich eine als unangenehm empfundene Einwirkung erreicht, welche regelmäßig zu deutlichem Abwehrverhalten führt, dessen Ausprägung individuell verschieden ist. Auf der Basis dieser Untersuchung können erhebliche Schmerzen und Leiden aufgrund des Flankengurt ausgeschlossen werden. Inwieweit es sich bei der Beeinträchtigung des Wohlbefindens der Tiere nur um schlichtes Unbehagen handelt, kann mit dieser Untersuchung nicht abschließend geklärt werden.
Autorin:
Dr. Ursula Pollmann
Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg
Am Moosweiher 2
79108 Freiburg





