ATD 1/2012 - Niedrigpathogene aviäre Influenza der Subtypen H5 und H7 in Geflügelbeständen
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- Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 22. April 2012 21:53
- Geschrieben von Brigitte Ebert
Ärgernis oder gefährliche Vorstufe der Geflügelpest?
Infektionen des Geflügels mit niedrig pathogenen aviären Influenza A Viren (NPAIV) verlaufen häufig mit milder Klinik oder sogar symptomlos. Dennoch sind Infektionen mit NPAIV der Subtypen H5 und H7 anzeigepflichtig, und Geflügel betroffener Bestände ist grundsätzlich zu töten und unschädlich zu beseitigen. Grundlage dieser Maßnahmen sind Erkenntnisse darüber, dass hochpathogene aviäre Influenzaviren (HPAIV) stets spontan durch Mutation aus NPAIV der Subtypen H5 und H7 hervorgehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass NPAIV zur hochpathogenen Variante mutieren, korreliert positiv mit deren Replikationsaktivität in Geflügel. Der in den einschlägigen Rechtsgrundlagen verankerte Grundsatz der Tötung und unschädlichen Beseitigung infizierter und infektionsverdächtiger Bestände trägt diesen Erkenntnissen Rechnung. dennoch ist die ethisch-tierschutzrechtlich motivierte Forderung nach einer differnezierten Rechtsgüterabwägung in Hinblick auf den "vernünftigen Grund" für die Tötung solcher klinisch oft gesunden Bestände absolut berechtigt.
Korrespondierender Autor:
T. C. Harder
Institut für Diagnostische Virologie
Friedrich-Loeffler-Institut
Südufer 10
17493 Greifswald - Insel Riems
ATD 1/2012 - Einfluss eine Oberflächenbehandlungsverfahrens auf die Keimbelastung von Hähnchen
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- Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 22. April 2012 21:54
- Geschrieben von Brigitte Ebert
Aus wissenschaftlicher Sicht ist die Anwendung von oberflächenaktiven antimikrobiellen Substanzen an z. B. Geflügelkarkassen sehr sinnvoll zur Verbesserung der hygienischen Wertigkeit so behandelter geschlachteter Tiere. Obwohl dadurch der Verraucherschutz in diesem Sektor deutlich zu verbessern wäre, ist entsprechendes Handeln EU-weit immer noch unzulässig. 36 Hähnchen wurden teils im Sprüh- und teils im Dipverfahren mit einer Lösung von "Glutamal bioactive" oberflächlich behandelt. 20 Hähnchen wurden als Kontrolltiere entsprechend mit nur Wasser behandelt. Alle Tierköper wurden bis zum 8. Tag gelagert und auf verschiedene Parameter, insbesondere auch mikrobiologisch und sensorisch untersucht. Es stellte sich heraus, dass sprühbehandelte Tierkörper bessere sensorische Bewertungen erhielten. Nachdrücklich betont wird in diesem Zusammenhang, dass das Anwenden von Sprüh- oder Dipverfahren ausschließlich eine zusätzliche Hygienemaßnahme sein könnte, keinesfalls jedoch zur Gefahr der Vernachlässigung ohnehin gebotener Hygienemaßnahmen führen dürfte. Die lebensmittelrechtliche Verbotssituation wird näher erläutert.
AutorInnen:
A. Stolle, H.-G. Liebich, S. Kaufmann
Donauschwabenstr. 18
85386 Eching
ATD 1/2012 - Antibiotikaeinsatz und Tierschutz in der Nutztierhaltung
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- Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 22. April 2012 22:00
- Geschrieben von Brigitte Ebert
Zur Minimierung von bakteriellen Resistenzen und zur Senkung der insgesamt in der Nutztierhaltung eingesetzten Antibiotikamengen werden außer der Einhaltung sogenannter "Antibiotikaleitlinien" auch Strategien benötigt, die eine messbare Verbesserung der Haltung und Betreuung der Tiere in den Tierbeständen zum Hauptziel haben, da suboptimale Lebensbedingungen der Tiere ständig zu eigentlich vermeidbaren, aber trotzdem in jedem Produktionszyklus wiederkehrenden Infektionskrankheiten führen, die wiederum die Anwendung von Antibiotika unverzichtbar machen. Das Gesamtziel aller Bemühungen zur Senkung der Antibiotikamengen muss sein, ein Instrument zur kontinuierlichen Verbesserung der Tiergesundheit bei gleichzeitiger Senkung der dafür benötigten Antibiotikamengen zu entwickeln und in die Praxis einzuführen, um so zügig wie möglich diejenigen Landwirte, die signifikant über dem Anwendungsdurchschnitt pro Tierzahl liegen, zu identifizieren. Auf der Grundlage des dafür zu schafffenden Benchmarkings sind dann zielorientierte Beratungen und risikoorientierte Überwachungen einzuführen.
Autor:
Th. Blaha
Außenstelle für Epidemiologie der
Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Büscheler Str. 9
49456 Bakum
ATD 1/2012 - Augen und Ohren von Schweinen
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- Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 15. April 2012 21:22
- Geschrieben von Brigitte Ebert
Eine Abwägung von Verbrauchrschutz und Marktaspekten
Bei Schweineschlachtungen besteht die Frage, ob Augen und Ohrenausschnitte generell untauglich zum Genuss für Menschen sind oder ob die Bewertung dieser Tierkörperteile der Einzelfallentscheidung durch den amtlichen Tierarzt unterliegen. Die fleischgesetzlichen Vorschriften (Marktrecht) schlagen die genannten Teile jedoch dem Schlachtgewicht zu und verlangen bei Entfernung vor der Wägung einen Gewichtsausgleich durch Korrekturfaktoren. Das Marktrecht sieht außerdem eine Genehmigungspflicht vor, wenn der Schlachtbetrieb die generelle Entfernung von Augen und Ohrenausschnitten praktizieren will.
Autoren:
A. Stolle, N. Kunz
Donauschwabenstr. 18
85386 Eching
ATD 1/2012 - Rohmilchüberwachung in Nordwestdeutschland und den Niederlanden
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- Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 15. April 2012 21:12
- Geschrieben von Brigitte Ebert
Mit zunehmendem grenzüberschreitendem Handel gewinnt die Informationsweitergabe von Keim- oder Zellzahlüberschreitungen sowie zu Nachweisen von Hemmstoffen in der Milch an die zuständige Behörde über Landes- und Bundesgrenzen hinweg an Bedeutung. Im Rahmen eines länderübergreifenden EU-Projekts (Safe-Guard), das die Niederlande und die Bundesländer Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen einbezieht, werden Informationsflüsse und Untersuchungssysteme im Rahmen der Rohmilchüberwachung beschrieben und analysiert, in wieweit die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden können. Ersten Ergebnissen zufolge werden deutsche Behörden über Befunde zu in die Niederlande liefernden deutschen Landwirten derzeit nicht informiert. Hierzu wäre erforderlich, dass die niederländischen Molkereien zur Übermittlung der Untersuchungsergebnisse beauftragt würden, wozu jedoch bislang keinerlei rechtliche Grundlage besteht. Auch innerhalb der BRD wird bei der Mitteilung von Befunden nicht vollständig einheitlich verfahren. Im Sinne des gesundheitlichen Verbraucherschutzes ist ein den Handelswegen angepasstes möglichst einheitliches Meldeverfahren erforderlich, das aber gleichzeitig die Eigenverantwortlichekeit und die damit einhergehenden Pflichten der milchliefernden Landwirte berücksichtigt.
Autor:
V. Krömker
Fachhochschule Hannover
Fak. II - Mikrobiologie
Heisterbergallee 12
30453 Hannover
ATD 1/2012 - Verteilung und Überleben von EHEC und Salmonellen in Rindfleisch
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- Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 15. April 2012 21:00
- Geschrieben von Brigitte Ebert
Muras et al. überprüften die Verteilung und das Überleben von EHEC und Salmonellen in marinierten Rindfleischerzeugnissen. Nach dem Tumbeln mit inokulierter Marinade konnten EHEC und Salmonellen auch in den Steaks nachgewiesen werden. Die Keimzahlen sanken zwar im Verlauf der Lagerung ab, die Erreger waren aber auch noch nach 14 Tagen Kühllagerung in den Produkten vorhanden. Somit ist nach Meinung der Autoren eine mehrmalige Verwendung von Marinaden in einem Tumbler ein möglicher Risikofaktor für den Eintrag von Pathogenen in das Produkt.
Verfasserin:
R.Pichner
Motschenbacher Mühle 1
95336 Mainleus
ATD 1/2012 - Schweinehaltung und Tierschutz in China
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- Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 15. April 2012 21:47
- Geschrieben von Brigitte Ebert
In der PR China werden die Schweineschwänze wegen Schwanzbeißen nicht gekürzt, da Kannibalismus kein Problem ist und da Schweineschwänze als sogenannte Beiprodukte verzehrt werden. In der Schweinehaltung in Deutschland ist das routinemäßige Kürzen der Schweineschwänze nicht erlaubt. Der Eingriff ist nur in begründeten Einzelfällen bis zu einem Ferkelalter von unter 4 Tagen erlaubt. Jeder Eingriff muss zum Schutz des Tieres unerlässlich sein. Die Ursachen für Kannibalismus sind multifaktoriell und müssen durch adäquate Maßnahmen abgestellt werden. Die Schweinehaltung in China und Deutschland wird gegenüber gestellt.
Autor:
F.-W.Busse
Gustav-Stresemannstr. 18
49074 Osnabrück
ATD 1/2012 - Die EU-Tierschutzstrategie 2012-2015
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- Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 15. April 2012 20:49
- Geschrieben von Brigitte Ebert
Wird ein neuer Weg eingeschlagen?
Am 21.01.2012 hat Kommissar John Dalli anlässlich der Internationalen Grünen Woche in Berlin die neue EU-Tierschutzstrategie vorgestellt. Die in diesem Zusammenhang vorgeschlagenen Maßnahmen sollen dazu dienen, den Tierschutz mit den Wirtschaftsbelangen kongruenter zu gestalten, den Verbraucher stärker zu sensibilisieren, eine Einheitlichkeit bei der Umsetzung der Vorschriften zu erreichen und nicht zuletzt die Schaffung eines überarbeiteten EU-Rechtsrahmens einzuleiten. Die Hintergründe und die Inhalte der vorgestellten Strategie sollen beleuchtet werden.
Autorin:
C. Rossi-Broy
Lentzeallee 97
14195 Berlin
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