20.10.2005 - Pressemekdung 2/2005: Impfung statt Keulung

20.10.2005 - Pressemekdung 2/2005: Impfung statt Keulung - Stellungnahme des BbT zur Geflügelpestsituation im Herbst 2005

Bundesverband der beamteten Tierärzte fordert Änderung der Strategie in der Tierseuchenbekämpfung. Am 20. Oktober 2005 trafen sich Amtstierärzte aus allen Bundesländern mit den Tierseuchenexperten des Friedrich-Löffler-Instituts auf der Insel Riems. Aus dem  Fachgespräch  ergaben  sich  folgende  Forderungen  des Verbandes an die Politik in der EU, im Bund und in den Ländern.

1.) In der öffentlichen Diskussion um die Vogelgrippe muss ihr Charakter als Tierseuche (Geflügelpest) herausgestellt werden. Infektionen des  Menschen sind auf Grund der Lebens- und Verzehrsgewohnheiten in Deutschland äußerst unwahrscheinlich.
2.) Aus veterinärfachlicher Sicht sind zur Zeit Impfungen gegen die Geflügelpest noch nicht sachgerecht.

Es müssen diagnostische Systeme entwickelt werden, die eine sichere Unterscheidung zwischen geimpften und infizierten Tieren ermöglichen. Bei der
Schweinepestbekämpfung sind bereits die Weichen in diese Richtung gestellt worden. Nur mit moderner Diagnostik sind in Zukunft Impfungen möglich, die  flächendeckende Tötungen von Tierbeständen verhindern.
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