20.10.2005 - Pressemekdung 2/2005: Impfung statt Keulung
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- Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 24. Juni 2009 21:14
Bundesverband der beamteten Tierärzte fordert Änderung der Strategie in der Tierseuchenbekämpfung. Am 20. Oktober 2005 trafen sich Amtstierärzte aus allen Bundesländern mit den Tierseuchenexperten des Friedrich-Löffler-Instituts auf der Insel Riems. Aus dem Fachgespräch ergaben sich folgende Forderungen des Verbandes an die Politik in der EU, im Bund und in den Ländern.
1.) In der öffentlichen Diskussion um die Vogelgrippe muss ihr Charakter als Tierseuche (Geflügelpest) herausgestellt werden. Infektionen des Menschen sind auf Grund der Lebens- und Verzehrsgewohnheiten in Deutschland äußerst unwahrscheinlich.
2.) Aus veterinärfachlicher Sicht sind zur Zeit Impfungen gegen die Geflügelpest noch nicht sachgerecht.
Es müssen diagnostische Systeme entwickelt werden, die eine sichere Unterscheidung zwischen geimpften und infizierten Tieren ermöglichen. Bei der
Schweinepestbekämpfung sind bereits die Weichen in diese Richtung gestellt worden. Nur mit moderner Diagnostik sind in Zukunft Impfungen möglich, die flächendeckende Tötungen von Tierbeständen verhindern.





